Introversion in der Psychologie - ein kostenloser Selbsttest

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Introversion in der Psychologie - ein kostenloser Selbsttest

Dem Psychoanalytiker Carl Jung zufolge kann das Handeln eines Menschen entweder nach außen oder nach innen gerichtet sein. In der Psychologie nennt man die Innenrichtung in der heutigen Zeit Introversion, während nach außengerichtet Energie als Extraversion bezeichnet wird. Beide Richtungen werden als Gegenpole voneinander angesehen. Introvertierte Menschen beschäftigen also sich verstärkt mit dem eigenen Innenleben. Typische Synonyme für Introversion sind beispielsweise Zurückhaltung, Reserviertheit oder Zurückgezogenheit. Dem gegenüber stehen Synonyme wie Geselligkeit, Gesprächigkeit und Bestimmtheit für Extraversion.

Von C. G. Jung zu den Big Five

Nachdem Carl Jung die Begriffe der Introversion und der Extraversion 1921 geprägt hatte, wurden sie in der Psychologie in späteren Forschungen immer wieder aufgegriffen. Gerade in der Persönlichkeitsforschung spielen beide heute eine große Rolle. Für den Psychologen Hans Jürgen Eysenck handelt es sich bei beiden Dimensionen beispielsweise um eine gesamte Ausprägung der Persönlichkeit und nicht um zwei gegensätzliche Dinge. Seiner Meinung nach suchen extravertierte Menschen nach äußeren Reizen, um einen Mangel im Inneren auszugleichen. Menschen mit einer hohen Introversion benötigen diese nicht, da sie selbst ausreichend innere Reize haben.

Mittlerweile werden Introversion und Extraversion als ein Bestandteil des Big-Five-Modells angesehen. Als Big Five beschreibt man in der Psychologie die Hauptdimensionen der Persönlichkeit. Die weiteren vier Dimensionen sind Offenheit für Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit, Verträglichkeit und Neurotizismus.

Introversion im Berufsleben

Die Big Five sind nicht nur für die Forschungen in der Psychologie relevant, sondern auch im normalen Alltag. Sehr oft werden beispielsweise introvertierten Menschen Fähigkeiten zugeschrieben, die eigentlich zu anderen Persönlichkeitsdimensionen gehören. Kreativität und Gründlichkeit sind beispielsweise Synonyme für Offenheit für Erfahrungen und Gewissenhaftigkeit. Trotzdem bringt man sie oft mit Introversion in Verbindung. Gerade wenn man sich die Synonyme der Persönlichkeitsdimensionen vor Augen führt, zeigt sich, dass hier oft Vorurteile miteinander vermischt werden. Menschen mit hoher Introversion können im späteren Berufsleben beispielsweise durchaus Schauspieler oder Künstler werden. Alternativ kommen oft auch Berufe in naturwissenschaftlichen Bereichen und der Forschung infrage. 

MBTI-Test zur Selbstreflexion

Gerade im Hinblick auf das spätere Berufsleben ist oft durchaus sinnvoll, wenn man sich mit der eigenen Persönlichkeit auseinandersetzt. Wer sich selbst gut einschätzen kann, hat es oft deutlich einfacher. Hilfreich können dabei oft Persönlichkeitstest wie der MBTI-Test sein. MBTI steht für Myers-Briggs Type Indicator und misst die Persönlichkeitstypen nach den Forschungen von Jung. Alternativ gibt es neben dem MBTI-Test aber auch noch andere Tests wie zum Beispiel der EPP, NEOFFI oder B5T. Sie alle sind gute Möglichkeiten, um einen Blick auf die eigene Persönlichkeit zu werfen.

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